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Säure-Basen-Haushalt: Bist du sauer?

Über den Säure-Basen-Haushalt und seine Auswirkung auf die Gesundheit gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Sandra bringt Licht in den Dschungel und erklärt euch, worauf ihr achten müsst, wenn ihr eine Säure-Basen-Gleichgewicht erreichen möchtet.

 

 

Ob der der Säure-Basen-Haushalt einen Einfluss auf das Wohlbefinden unseres Körpers hat, darüber streiten sich nach wie vor die Wissenschaftler. Es sei unwahrscheinlich, so viele Mediziner, dass durch eine gezielte Beeinflussung des Säure-Basen-Haushaltes Krankheiten vermieden werden oder heilen lassen. In einem Punkt sind sich Anhänger und Gegner aber einig: Eine gesunde Ernährung, die wenig Fleisch und Wurst, dafür aber umso mehr Gemüse, Obst und viel Flüssigkeitsaufnahme vorsieht, wirkt sich auf jeden Fall äußerst positiv auf die Gesundheit aus. Dazu gehört auch eine ausreichende Bewegung. Es gibt viele Einträge im Internet über dieses Thema und vor allem gibt es unzählig viel Literatur. Man weiß aber überhaupt nicht, was eigentlich stimmt und was nicht.

 

Fakt ist: Die Forschung ist (egal was ihr über den Säure-Basen-Haushalt lest) noch nicht auf dem Stand, dass sie fest nachweisen kann, dass ein nicht intakter Säure-Basen-Haushalt Krankheiten auslöst.

 

Allgemein: Säure und Basen spielen eine wichtige und beachtliche Rolle in unserem Körper. Unser Blut ist zum Beispiel basisch, ebenso unser Dünndarm. Viele andere Organe, so auch der Magen, sind sauer. Unser Magen deshalb, weil er Eindringlinge (Erreger) abwehren muss, und wenn er nicht sauer wäre, könnte er unsere Nahrung nicht zerkleinern, aufspalten und weitertransportieren. Unsere Haut ist auch sauer. Denke an den Säureschutzmantel!

 

Eigentlich müssten wir uns um unseren Säure-Basen-Haushalt keine Gedanken machen. Denn um den Blut-pH konstant zu halten, ist unser Körper mit einem guten Puffersystem ausgestattet. Diese Puffer binden überschüssige Säuren und schleusen sie über die Lunge und die Nieren aus dem Körper. Zwei Drittel der Säuren atmen wir über die Lungen ab. Den Rest scheiden die Nieren mit dem Urin aus.

 

So richtige Fleischesser (und ich meine nicht diejenigen, die nur ab und zu mal ein Stückchen zu sich nehmen)  haben grundsätzlich einen sauren Urin. Hingegen pinkeln Vegetarier eher basisch. Diese Teststreifen, die man in der Apotheke kaufen kann, sind nicht unbedingt zuverlässig. Hier werden Teststäbchen in den Morgenurin getaucht. Der Urin-pH schwankt aber im Laufe des Tages ziemlich. Soll im Kontext der Säure-Basen-Balance der pH-Wert des Körpers ermittelt werden, dann bringt eine pH-Bestimmung des arteriellen Blutes die besten Ergebnisse.

 

Nicht alles was sauer ist, macht sauer.

Doch keine Angst: Nur weil eine Zitrone sauer ist, beeinflusst sie den Säure-Basenhaushalt nicht negativ. So auch der Apfel oder die Orange. Apfelessig auch nicht! Säurend und damit schlecht für die Gesundheit, so die Verfechter, sind Fleisch, Wurst, Getreide, Teig- und Milchprodukte (hier wiederum nicht alle!). Basisch hingegen sind z. B.  Obst, Gemüse, Tee und Fruchtsaft. Wenn ihr wissen wollt, welches Lebensmittel nur sehr sauer oder nur leicht sauer ist und welches basisch, dann schaut einfach in sog. Säure-Basen-Listen, die ihr im Internet findet.

 

Basenpulver

In Maßen schädigen Basenpulver sicher den Menschen nicht, doch ist der Wirksamkeitsnachweis bislang auch noch nicht erbracht worden. Die Hersteller sind natürlich ganz wild darauf, diese Pülverchen zu verkaufen. Teesorten, die über den pflanzlichen Weg eingreifen (wenn sie es wirklich tun), kann man hingegen eher vertreten. Hier gibt es z. B. den "Bad-Heilbronner" Basentee.

 

Ursachen von Übersäuerung:

  • einseitige Ernährung
  • Heilfasten
  • Diäten
  • Umweltbelastungen
  • Rauchen und Alkohol
  • altersbedingte Funktionsbeeinträchtigungen


Folgen:

  • Stress und Nervosität
  • Leistungsabfall
  • Müdigkeit, Erschöpfung
  • Konzentrationsschwäche
  • körperliche Anfälligkeit
  • mangelnde Entspannungsfähigkeit

 

Tipps für ein Säure-Basen-Gleichgewicht
Wie ich oben schon erklärte, besitzt unser Körper dieses eigentlich gut angelegte Puffersystem. Man kann aber noch einiges selbst tun für ein Säure-Basen-Gleichgewicht - und das ist auch insgesamt für unsere Gesundheit von Vorteil:

  • In Ruhe essen und gründlich kauen. So werden wichtige Nahrungsstoffe besser aufgenommen.
  • Immer viel trinken, am besten Mineralwasser. Schadstoffe können so leichter ausgeschieden werden.
  • Bewegen und schwitzen. Man kann belastende Säuren ausschwitzen.
  • Überflüssigen Stress vermeiden. Sich mehr entspannen (leichter gesagt, als getan, stimmts? Aber es geht, das ist ein Lernprozess!)
  • Einen bewussten Speiseplan wählen, in welchem sehr wenig Fleisch, Wurst, Alkohol enthalten ist.


Mein persönliches Fazit

Ernährt man sich einigermaßen gesund, vermeidet allzu viel Stress und sorgt für ausreichend Bewegung, so muss man sich sicherlich nicht um den Säure-Basen-Haushalt und dessen Gleichgewicht allzu viel Gedanken machen. Wie schon gesagt, diese Teststreifen sind unzuverlässig. Wenn man es schon ganz genau wissen will, dann nur über eine pH-Bestimmung des arteriellen Blutes. Ich bin mir sicher, dass ein Mensch, der sich ausgewogen und gesund ernährt, sonst auch einigermaßen im seelischen Gleichgewicht ist, automatisch all das getan hat, was Fürsprecher der ganzen Säure-Basen-Sache raten. Nicht zu viel Fleisch und Wurst essen, dafür viel Obst und Gemüse, wenig oder fast keinen Alkohol, wenig Stress, viel Bewegung - das ist schon eine ganze Menge Eigenengagement in Richtung "gesund". Woher soll ein Mediziner eigentlich wissen, ob z. B. meine Magen-Darm-Beschwerden nicht psychischer Natur (Ärger, Depressionen) sind? Verfechter würden hier gleich sagen: "Sicher ist Ihr Säure-Basen-Haushalt durcheinander und nicht mehr in Balance!".

 

Wenn ihr euch nach dem Säure-Basen-Prinzip ernähren möchtet: Man kann nicht viel falsch machen, es ist also nichts verloren. Einfach ausprobieren. Und heißt es nicht: "Sauer macht lustig!" ?

 

Eure Sandra

 

P.S.: Wer sich nun dennoch mal in ein Buch einlesen will, bitteschön:

"Säure-Basen-Therapie" - So hilft sie mir bei Magen-Darm-Bescherden (ISBN 3-8304-3221-6) TRIAS-Verlag