Sandra's Tipp:

Zufrieden sein - ja, das kann man lernen

Stressbewältigung

 

 

Hallo meine lieben SharkYou-Menschen. Ich bin sicher nicht der Dalai Lama, noch möchte ich hier für Euch irgendwelche Lebensweisheiten nieder schreiben, doch sollen nachfolgende Zeilen ein wenig Anregung für mehr Lockerheit im Jahr 2012 schaffen.

 

Ich spreche mit Euch und stelle immer wieder fest, wie unglücklich doch viele sind. Frauen, von denen ich dachte, sie seien ein "Fels in der Brandung" (sind wir Frauen ja eigentlich so oder so, nicht wahr?) und Männer, die zwischen Hot-Iron und Bootcamp noch ein  paar lockere Sprüche übrig haben, um dann zur nächsten Stunde zu gehen, aber im Grunde - so ihre Aussagen - "ausgelaugt" sind und die Sorgen sie plagen. Doch Mann soll ja stark sein und keine Schwächen zeigen.

 

Dass Ihr Sport macht und fleißig die verschiedensten Stunden im SharkYou besucht ist natürlich absolut gut, denn es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass regelmäßige sportliche Aktivität die psychische Belastbarkeit im Alltag erhöht.

 

Lebe den Augenblick!

 

Wenn ich meine Kindertrampolinstunde abhalte, stelle ich immer wieder fest, wie unkompliziert Kinder sind. Sie haben die wunderbare Fähigkeit jeden Moment zu genießen. Sie sind frei von der Last der Vergangenheit und kennen die Sorge um die Zukunft nicht.

 

Wir Erwachsene sind so extrem darauf trainiert, an hundert Dinge gleichzeitig zu denken, so dass wir uns oft nur schwer daraus befreien können, um einfach ungebunden im Hier und Jetzt zu sein. Wenn es heißt, dass man den Augenblick leben soll, so bedeutet das nicht, dass sich die Probleme die man hat, verflüchtigen. Nein, diese werden nach wie vor präsent sein. Doch würde es darum gehen, nur dann etwas genießen zu dürfen oder zu können, wenn ansonsten in meinem Leben alles in Ordnung ist und ich keine Probleme habe, ja dann kann man es vergessen, dann gibt es keinen Augenblick den man genießen kann. Denn Probleme wird der Mensch immer haben, jeder Mensch!

 

Östliche Philosophie

 

Viele östliche Philosophien legen Wert auf Bewusstheit - sich der Gegenwart stets vollkommen bewusst zu sein, indem man sich auf das konzentriert, was man gerade tut.

 

Bewusstheit ist eine Technik, die man erlernen kann. Natürlich bedarf es hierzu ein wenig Geduld und Übung, damit der Geist nicht immer abschweift.

 

Wenn Du das nächste Mal eine unwillkommene Arbeit (bei mir handelt es sich hierbei um eingebrannte Töpfe sauber zu machen) erledigen musst, dann konzentriere Dich gezielt darauf, anstatt vor Dich hin zu träumen. Klingt jetzt komisch, aber tue es einfach! Beachte den Rhythmus Deiner Arbeit. Wenn Du Dich voll und ganz auf den Moment einlässt, kann selbst die banalste Tätigkeit Deinen Geist zentrieren und Du fühlst Dich ruhig und entspannt.

 

 

Der Wandel ins Positive

 

Negative Gedanken verbrauchen viel Energie und führen zu Enttäuschungen und Sorgen. Positives Denken hingegen spendet uns Hoffnung und sobald wir es anwenden, werden wir uns in vielerlei Hinsicht besser fühlen.

 

Natürlich kann ich einem hochdepressiven Menschen nicht einfach sagen: "Denk doch jetzt einfach einmal positiv!" Ich kann auch nicht einem Trauernden, der gerade einen geliebten Menschen zu Grabe tragen musste, sagen: "Denk jetzt positiv, ist doch nicht so schlimm!". Ihr versteht hoffentlich, was ich zum Ausdruck bringen möchte.

 

Mit etwas Übung kann man negative Gedanken in positive umwandeln. Denke an eine Tätigkeit, die Dir Stress bereitet. Nehmen wir das Beispiel, dass Du eigentlich immer mit dem Auto zur Arbeit fährst und aus irgendeinem Grund musst du nun ein paar Wochen mit den Öffentlichen fahren. Auto ist praktischer, man ist schneller am Ziel, unabhängig...... Nun der Bus! Die vielen Leute, von der Bushaltestelle dann noch einiges an Metern zur Arbeitsstelle, zusätzlich jetzt Geld ausgeben für Fahrkarte usw. usw... Konzentriere Dich zunächst an diese lästigen Aspekte. Sage Dir dann im Anschluss, dass diese Gedanken verschwinden sollen und schalte bewusst auf positive Gedanken um. In unserem Beispiel: "Ich muss mich nicht auf den Verkehr konzentrieren." "Ich kann, während der Busfahrer mich sicher ans Ziel bringt, noch Musik hören, ein Buch lesen oder einfach noch ein kleines Nickerchen machen. Augen zu und fertig!".

 

Mit etwas Übung wird es ganz selbstverständlich, eher an die positiven Dinge des Lebens zu denken, als an die negativen.

 

Bist Du dankbar?

 

Wettbewerb und das stete Streben nach materiellem Erfolg verursachen in unserer Gesellschaft viel Stress. Vor allem aber machen wir uns persönlich immer mehr und mehr Stress mit Dingen, die im Grunde genommen unwichtig sind. Besonders Frauen sind dazu veranlagt, immer perfekt sein zu wollen, sei dies als Frau, Ehefrau, Mutter, im Geschäftsleben. Flexibel, gut aussehend, perfekt geschminkt, tolles Outfit und dazu noch eine super geile Figur. Darüber hinaus vergisst man die wirklich wichtigen Dinge des Lebens.

Nimm Dir einfach einmal einen Moment Zeit, um darüber nachzudenken, welche guten Dinge und Eigenschaften Du besitzt. Vergiss für einen Moment den Wettbewerb und Du wirst gleich fühlen, wie Du mit Dir im Frieden bist. Wiederhole diese Übung mehrmals pro Woche!

 

Abfalleimer auf! Ängste hinein! Abfalleimer zu!

 

 

Keiner von uns weiß, was vor ihm liegt und wir können die Zukunft nur zu einem kleinen Teil beeinflussen. An der Vergangenheit können wir eh nichts mehr "rütteln". Die Gegenwart können wir nicht richtig genießen, weil wir Angst vor der Zukunft haben. Hör auf, Dich zu sorgen und genieße lieber das, was Du im Moment besitzt! Das heißt jetzt nicht, dass Du Dir keine Gedanken darüber machen sollst, woher Du das Geld für die nächste Miete oder den anfallenden Einkauf herbekommst. Bitte verstehe mich richtig!

 

Ich möchte hier bewusst ein Beispiel nehmen, das sicherlich viele Frauen kennen. Frau möchte abnehmen, Frau nimmt ab, erreicht das gewünschte Ziel. Anstelle sich darüber jetzt mal zu freuen, gehts im gleichen Atemzug weiter: "Ja aber das sieht noch nicht schön genug aus und da wäre noch eine Delle und es könnten doch noch ein, zwei Kilo hier und da weg....." Den Augenblick genießen, ja das ist schon mittlerweile eine Gabe, die fast niemand mehr besitzt und wieder erlernt werden muss.

 

Ein weiteres Beispiel:

 

Man büffelt monate- und jahrelang auf einen Abschluss. Der Tag X kommt. Alle Kräfte werden geballt und man will nichts anderes, als endlich diese Prüfung bestehen und das Zertifikat in Händen halten. Sämtlicher Ballast soll abfallen und man will es endlich hinter sich bekommen. Kaum hat man es geschafft, freut man sich kurzund fragt sich evtl. schon: "ja und wenn ich jetzt keine Anstellung bekomme oder wenn der Abschluss mit den Noten nicht gut genug für.....ist." Verstehst Du? Einfach einmal etwas tiefsinnig genießen und die Sache für eine Zeit lang so gut sein lassen, wie sie ist und sich einfach nur freuen und in dem angenehmen Gefühl wiegen! Ja, das können nur sehr wenige Menschen.

Der Mensch hat ja sogar ein schlechtes Gewissen, wenn es ihm einmal gut geht. Da heißt es dann: "Hoffentlich muss ich so viel Glück nicht irgendwann einmal büßen." Hallooooo???????????????????? Wir dürfen glücklich sein und je öfter wir es sind, um so besser. Dafür brauchen wir kein schlechtes Gewissen zu haben. Könnte man dem Menschen die Zufriedenheit, den Genuss oder die Gelassenheit so schnell "einflößen", wie er sich selbst das schlechte Gewissen macht, ja dann wäre aller Menschens Seelenwelt in Ordnung.

 

Jetzt wird geübt!

 

Visualisierungsübungen, in denen Du Dir Bilder von der Zukunft schaffst, wie Du sie Dir erträumst, helfen Dir dabei, dass Du Dich auf die Zukunft freust, anstatt sich vor ihr zu fürchten. Achte aber darauf, dass diese Bilder realistisch bleiben und nicht in Fantasien verlaufen. Es kann auch hilfreich sein, eine festgelegte Zeit am Tag dafür zu reservieren, um die eigenen Sorgen zu überdenken. Anschließend solltest Du Deine Sorgen dann aber konsequent beiseite legen.

Gut eignet sich da die Zeit vor einem Training. So mache ich es! Ich überdenke meine Sorgen vor dem Training, dann gehe ich in die Stunde und danach fühle ich mich super gut. Ich schleppe nichts unnötig mit mir herum.

 

 

Euere Sandra

 

Quelle: Nat. Hilfe zur Selbsthilfe





Tipp-Kategorien:
Psychologie aktuell:
Diät fängt im Kopf an

Warum ist es so schwer, abzunehmen - und danach schlank zu bleiben? Forscher haben eine neue Erklärung: Stress wird mit Ess-Attacken gelindert und provoziert so die Sucht nach Kalorien. Aber es gibt einen Ausweg

Martin Kunz, Welt am Sonntag, Autor von "Essen statt stressen - ganz entspannt abnehmen"

Spricht Patricia W. über Essen, dann klingt das, als wären Kuchen, Bonbons oder Desserts lebensgefährliche Drogen. "Ich musste Essen in mich reinstopfen, in der Summe waren das riesige Mengen, vor allem Süßes", beschreibt die 44-jährige Berlinerin ihr früher zwanghaftes Ernährungsverhalten. Sie konnte nicht anders. Es ging ihr wie anderen Süchtigen: Sie brauchte ständig dringend Nachschub, hatte irgendwann ihr ganzes Leben darauf eingestellt. "Ich war richtig esssüchtig", sagt Patricia W. Ein Hungergefühl kannte Patricia W. nicht, weil sie von früh bis spät mit dem Verzehr der Kalorienberge beschäftigt war. Freunden und Verwandten gaukelte sie kulinarische Gelüste vor. Erfand Ausreden, um ihr Suchtverhalten zu kaschieren. Sie aß sehr oft heimlich. Bei einer Körpergröße von 1,60 Meter wog Patricia W. zeitweise 140 Kilogramm - Ernährungsmediziner errechnen daraus einen Body-Mass-Index von 54,7. Ab einem BMI von 40 gelten Patienten als lebensgefährlich übergewichtig. So dramatisch hoch ist der BMI zwar eher bei einer Minderheit, unter chronischen Ess-Anfällen leiden vergleichsweise wenige Menschen - nur bei etwa vier bis neun Prozent der Übergewichtigen wird die sogenannte Binge-Eating-Störung diagnostiziert. Doch die Mehrheit der Deutschen ist aus medizinischer Sicht eindeutig zu dick. Und eine Gier auf Schokolade, Currywurst oder Kartoffelchips verspüren viele Menschen - zumindest gelegentlich. Die wenigsten wissen mit ihr umzugehen.

Patricia W. beschloss nach einem 25 Jahre dauernden Diät- und Jojo-Leidensweg im Jahr 2006, sich den Overeaters Anonymous anzuschließen, einer Selbsthilfegruppe, die nach dem Prinzip der Anonymen Alkoholiker versucht, die Esssucht in den Griff zu kriegen. Das von den Anonymen Alkoholikern übernommene Prinzip, Regeln aufzustellen, um abstinent zu werden, wurde übernommen - es sind die "12 Schritte". Der erste Leitsatz stellt lapidar fest, dass man selbst nicht in der Lage sei, die Sucht-Erkrankung zu überwinden. Deshalb sei überirdische Hilfe zwingend nötig. Eine Macht, die größer sei als die Süchtigen selbst und eben in der Lage sei, von der Sucht zu befreien, so erklärt Patricia W. die zentrale Botschaft. Die Overeaters Anonymous, oder kurz OA, fassen deshalb den Entschluss, ihren Willen und ihr Leben "der Sorge Gottes oder einer anderen spirituellen Macht anzuvertrauen".

Ist tatsächlich Hilfe aus dem Jenseits nötig, weil die grassierende Übergewichtsepidemie mit irdischen Mitteln bislang nicht therapierbar schien? Muss man Esssüchtige wie Drogenabhängige behandeln? Oder können modernste Ernährungsmedizin, Genforscher und Erkenntnisse der Neurowissenschaft beim Abspecken helfen?

 

Dass Esssucht und Adipositas nicht so einfach zu behandeln sind und selbst einige wenige Kilogramm Übergewicht hartnäckig ... weiter zum Artikel hier zu Welt online





IMPRESSUM