Sandra's Tipp:

Ohne Aroma läuft gar nichts in der Lebensmittelindustrie

 

Schon gewusst?

Habt Ihr gewusst, dass jeder Deutsche pro Jahr gut 140 Kilogramm aromatisierte Lebensmittel  zu sich nimmt? Leider sind manche Stoffe keinesfalls unbedenklich. Manche, wie etwas Zimtaldehyd oder Perubalsam können allergische Reaktionen auslösen. Hinzu kommt dann auch noch, dass Aromen Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel und Chemikalien als Trägersubstanden enthalten können, ohne dass dies deklariert werden muss. 

 

Unbedenklich?

Wenn alle Stoffe als sicher gelten, weshalb läuft bei der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA derzeit eine Risikobewertung aller 2800 (ganz schön viel an der Zahl was?) in Europa verwendeten Substanzen zur Aromaherstellung? Die EFSA prüft, ob die Aromen toxisch, krebserregend oder erbgutverändernd wirken. Sechs Aromen wurden schon wegen gesundheitlicher Bedenken bereits gestrichen und dürfen nicht mehr vewendet werden. Es liegt mir fern, mit dieser Aromasache für eine unnötige Beunruhigung zu sorgen, dennoch kann es nicht schaden, wenn man weiß, was sich so hinter manchen Aufschriften auf den Verpackungen versteckt oder was manche Aufschriften überhaupt bedeuten.

 

Ärgerlich für den Kunden ist auch, dass die gesetzlich vorgeschriebene Bezeichnung "Aroma" nichts darüber aussagt, wie die Substanz erzeugt wurde. Steht auf der Packung "natürliche Aromastoffe", ist der Kunde schon beruhigt. Hört sich ja auch  gut an oder? Leider bezeichnet diese Aufschrift nicht das ursprüngliche Naturprodukt. Die Ausgangsstoffe müssen zwar pflanzlicher oder tierischer Herkunft sein, doch daraus kann das Aroma mit Hilfe von Bakterien, Pilzen oder Hefen gewonnen werden. So gewinnt man im Labor z. B. Erdbeeraroma aus Mais oder Kartoffeln.

 

Nur Bezeichnungen wie "natürliches Erdbeeraroma" oder "Erdbeerextrakt" garantieren uns, dass der Geschmack wirklich aus der Frucht stammt.

 

Geht es denn nicht ohne diese vielen Aromen?

Die Fastfoodindustrie greift selbstverständlich lieber auf die Aromen aus den Laboren zurück, die im Verhältnis zu den teuren Rohstoffen, wie Gewürze, Nüsse oder Obst, um einiges billiger sind.

Auch im Bereich der Diätprodukteherstellung legt man großen Wert auf die Hinzunahme künstlicher Aromastoffe. Schließlich sollen diese Produkte doch genaus gut schmecken, wie ihre gehaltvolleren Pendants.

Ohne Zufügung von Aromen lassen sich all diese Ansprüche kaum erfüllen.

Fragt man beim Deutschen Verband der Aromaindustrie nach, weshalb es überhaupt so viele Stoffe gibt und ob man die wirklich braucht, heißt es: "Es gehe um die ständige Verfügbarkeit. Ob Schokoeis, Kirschjoghurt, Tomatensuppe - die Konsumenten erwarten, dass alles jederzeit und überall zu haben ist und dies dann auch noch in gleichbleibender Qualität und unverändertem Geschmack. Man würde nur dem Wunsch der Verbraucher nachkommen."

 

Da lobe ich mir doch die guten alten Zeiten, in welchen man Erdbeerjoghurt eben nur dann bekam, wenn Erdbeerzeit war und Tomatensuppe dann, wenn die runden Roten Saison hatten. Ja, der Mensch muss aber auch wirklich alles rund um die Uhr zur Verfügung haben. Wir sind schon so verwöhnte Früchten (kleiner Spaß, aber so ganz unrecht habe ich nicht!).

 

So viel Natur steckt wirklich drin!

 

Natürliche Armonastoffe

gewinnt man aus pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen. Werden sie konkret benannt, wie "natürliches Apfelaroma", muss das auch zu 95 % aus Äpfeln stammen, der Rest muss ebenfalls aus natürlichen Quellen sein.

 

Aromaextrakte

sind natürliche Stoffgemische (z. B. ätherische Öle), die viele einzelne Aromen enhalten.

 

Naturidentische Aromastoffe

müssen in der Natur vorkommen, werden aber durch chemische Synthese erzeugt (z. B. Vanillin).

 

Künstliche Aromastoffe

sind reine Resultate der Lebensmittelchemie wie etwa Ethylvanillin, das oft in Süßwaren verarbeitet wird.

 

Reaktionsaromen

stellt die Industrie durch Erhitzen mehrer Stoffe her. Sie ergeben einen typischen Röstgeschmack nach gebratenem Fisch oder Fleisch. Schließlich will Mann/Frau Samstagabend nicht die simplen Paprikachips, sondern Steakhousechips.

 

Raucharomen

enthalten tasächlich kondensierten Rauch, häufig für Fleisch oder Suppen oder Ihr kennt doch evtl. auch diese Räucherkäsesorten.

 

Verbände, wie Bioland oder Demeter haben sich in ihren strengen Richtlinien bereits verpflichtet, Lebensmittel ohne zusätzliche Aromen anzubieten. Also! Es geht auch anders.

 

Euere Sandra

 

Quellen: vital/Recherch. bei EFSA und DVdAI





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Aufgeschnappt:
Können Frauen schlechter einparken als Männer?

 ...fragt Holger Gutt

("Die Zeit" unter der Rubrik "Stimmts?" am 23.02.12)

Das Stereotyp hat es auf Buchtitel geschafft:

Frauen haben angeblich Schwierigkeiten, ein Auto sauber in eine Parklücke zu manövrieren.

 

Nun ist der Mythos genauer untersucht worden. Nicht von der Wissenschaft, sondern von einer britischen Firma, die insgesamt 700 Parkplätze betreibt.

 

Man beobachtete während eines Monats 2.500 Chauffeure beiderlei Geschlechts beim Einparken und vergab Punkte in sieben Disziplinen: von der angemessenen Geschwindigkeit bei der Parkplatzsuche über das korrekte Vorwärts- und Rückwärtseinparken und die saubere Endposition bis zur Gesamtdauer des Parkvorgangs.

 

In fünf der sieben Disziplinen waren die Frauen den Männern überlegen. In der Gesamtnote erreichten die Frauen durchschnittlich 13,4 von 20 möglichen Punkten, die Männer 12,3.

 

Die Männer brausten in der Regel zu schnell über den Parkplatz und übersahen so manche Lücke, sie postierten das Auto vor dem Einparken nicht sauber und kamen entsprechend schlampig zum Stehen. Lediglich in zwei Kategorien waren sie den Frauen überlegen: Sie beherrschten das leichte Vorwärtseinparken besser, und insgesamt waren sie fünf Sekunden schneller.

 

Fazit der Studie: Männer parken quick and dirty, Frauen dagegen überlegt und präzise.
 





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