Sandra's Tipp:

Verdauungsstörungen

 

 

 

Verdauungsstörungen sind nur in den seltensten Fällen erblich veranlagt. Meistens spielt die Lebensführung eine beachtliche Rolle. Gesunde Eßgewohnheiten sind so gesehen die ersten und besten Maßnahmen bei Verdauungsstörungen!

 

Falsche Ernährungsgewohnheiten, wie etwa zu fettiges und schweres Essen, wenig Ballaststoffe, zu viel Kaffe und Alkohol, sowie Bewegungsmangel, Essen ohne Hunger und Streß überfordern das Verdauungssystem und verursachen mit der Zeit zwangsläufig hartnäckige Probleme.

 

Allgemeine Empfehlungen

  • Vernünftige Ernährung sollte Priorität haben, insbesondere wenn Verdauungsprobleme in der Familie liegen.
  • Nimm Dir Zeit! Esse langsam, kaue jeden Bissen gut!
  • Höre auf Deinen Bauch. Er sagt Dir, was er mag und was nicht. Esse nie etwas, gegen das Du eine Abneigung verspürst. Unsere innere Stimme ist uns da sehr hilfreich!
  • Vermeide große Mengen Alkohol. Kleine Mengen können dagegen sogar hilfreich sein! Die Menge machts aus, wie mit so vielem im Leben!
  • Verbessere Deine Belastungsfähigkeit mit Entspannungsübungen, wie z. B. Yoga oder Mediatation.
  • Bewege Dich! Bewegung hilft Stress abzubauen und hebt außerdem die Stimmung!

Die häufigsten Verdauungsbeschwerden

 

Verstopfung

 

Ballaststoffe helfen bei der Verdauungsträgheit. Bei anhaltender Verstopfung sollten jedoch auch andere mögliche Ursachen berücksichtigt werden, wie etwa Flüssigkeitsmangel, Bewegungsmangel, Unterdrückung des Stuhlgangs oder der gewohnheitsmäßige Gebrauch von Abführmitteln oder Antazida.

  • Erhöhe langsam den Ballaststoffgehalt in der Nahrung. Ein Zuviel des Guten kann Blähungen verursachen.
  • Unterdrücke niemals Stuhldrang! Man kennt das ja auch beim Harndrang. Dieser wird sehr gerne (Frauen sind da Rekordhalter im Unterdrücken) zurückgehalten, bis man sich fast in die Hose pinkelt.

Ernährungsempfehlung:

  • Vollkornbrot und -teigwaren, sowie Körnerfrüchte enthalten viele Ballaststoffe.
  • Obst und Gemüse, insbesondere Äpfel, getrocknete Aprikosen und unreife Bananen lindern Verstopfung und gleichen den Flüssigkeitshaushalt aus.
  • Leinsamen ist ein mildes Abführmittel. Täglich einen gehäuften Teelöffel mit 150 ml Flüssigkeit einnehmen und dies solange, bis sich die Verstopfung gelöst hat.
  • Lebende Joghurtkulturen und rohes Sauerkraut enthalten Bakterien, die die Stuhlbildung fördern.
  • Denke auch an die Erdmandel (siehe hierzu eigene Info!).

Blähungen

 

Auch bei gesunder Verdauung entwickeln sich zwangsläufig Gase. Eine zu starke Gasbildung kann durch schwere Mahlzeiten (Gärungsprozesse), Medikamente (Antazida) und Luft, aber auch durch Pilzbefall (Candida albicans) hervorgerufen werden.

  • Esse und trinke langsam!

Ernährungsempfehlung:

  • Fenchelwurzeln und -samen, Dill, Angelikawurzel (Sorte archangelica), Zimt, Kümmel und Kardamon enthalten wärmende Stoffe, die Blähungen verhüten und lindern. Joghurt mit Lactobacillus-acidophilus-Kulturen bekämpft Pilzbefall (Candida albicans) und fördert die gesunde Darmflora. Denke auch wieder an die Erdmandeln, die hier ebenfalls sehr gute Dienste leisten.

Durchfall und Erbrechen

 

Sowohl Durchfall als auch Erbrechen sind Reaktionen des Körpers, um schädliche Stoffe, wie z. B. Arzneimittelrückstände, Bakterien oder Viren loszuwerden und sollten bei Erwachsenen in den ersten 36 Stunden nicht unterdrückt werden.

Unser Körper versucht erst einmal, sich selbst zu helfen. Wir haben von Natur aus unsere körpereigenen "kleinen Krankenschwestern und Ärzte". Aber! Wie schon erwähnt: Nur bis zu 36 Stunden beim Erwachsenen!

 

  • Halte Dich warm, versuche viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
  • Esse nur, wenn Du Appetit verspürst und lasse Dir nicht das  Schleimsüppchen - auch wenns noch so gut gemeint ist - einflösen.

Ernährungsempfehlung:

  • Ingwer hilft bei Übelkeit und kolikartigen Krämpfen.
  • Knoblauch, Naturjoghurt, schwarze Johannisbeeren, kaltgeschleuderter Honig, Äpfel und reife Bananen sind traditionelle Mittel gegen Durchfall.
  • Chili und Brunnenkresse stimulieren die Bildung von sterilisierenden Verdauungssekreten und beugen Durchfall und Erbrechen vor.
  • Lebender Joghurt und rohes Sauerkraut fördern die gesunde Darmflora; wichtig in der Rekonvaleszenz!
  • Weizenkeime und Hühnerleber enthalten reichlich Vitamin D, das bei Durchfallerkrankungen verloren geht.

Magenverstimmung

 

Magenverstimmungen haben viele Ursachen, u. a. zu hastiges Essen, zu große Portionen, fette oder zu scharfe Gerichte und Stress (wer kennt nicht die Äußerung: "Das schlägt mir auf den Magen!").

 

  • Esse weniger Fett, um die Verdauung zu entlasten.
  • Rege den Kreislauf an.
  • Stressabbau (lese hierzu eigene Info!)

Ernährungsempfehlung

  • Chili (sofern er vertragen wird!) und Kresse stimulieren die Verdauungssäfte.
  • Ananasenzyme unterstützen die Proteinverdauung.
  • Leinsamen und Hafer enthalten reichlich beruhigende Schleimstoffe.
  • Ingwer und Zimt wärmen und lindern kolikartige Schmerzen.
  • Spargel beschleunigt die Magenentleerung und schont somit den Magen.

Gastroenteritis

 

Bakterien, Viren oder Giftstoffe können Entzündungen des Verdauungstrakts mit Krämpfen, Erbrechen, Fieber oder Durchfall hervorrufen. Die beste Verteidigung ist eine gute Nahrungsmittelhygiene.

 

Ernährungsempfehlung

  • Knoblauch, lebender Joghurt, Blaubeeren, Kranbeeren und kaltgeschleuderter Honig enthalten antibakterielle Substanzen.

Divertikelerkrankung

 

Bei kleinen Stuhlmengen (ballaststoffarme Kost!) können sich durch den Druck der Darmmuskulatur kleine Ausbuchtungen an den Wänden des Dünndarms bilden, in denen sich Ablagerungen festsetzen, die sich entzünden und zu kolikartigen Schmerzen führen können.

 

 

Ernährungsempfehlung

  • Unbehandelte Getreideprodukte, die reich an unlöslichen Ballaststoffen sind, erhöhen die Stuhlmasse. Bevorzuge Vollkornbrot mit Weizenkleiezusatz.

 

Euere Sandra

 





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Aufgeschnappt:
Können Frauen schlechter einparken als Männer?

 ...fragt Holger Gutt

("Die Zeit" unter der Rubrik "Stimmts?" am 23.02.12)

Das Stereotyp hat es auf Buchtitel geschafft:

Frauen haben angeblich Schwierigkeiten, ein Auto sauber in eine Parklücke zu manövrieren.

 

Nun ist der Mythos genauer untersucht worden. Nicht von der Wissenschaft, sondern von einer britischen Firma, die insgesamt 700 Parkplätze betreibt.

 

Man beobachtete während eines Monats 2.500 Chauffeure beiderlei Geschlechts beim Einparken und vergab Punkte in sieben Disziplinen: von der angemessenen Geschwindigkeit bei der Parkplatzsuche über das korrekte Vorwärts- und Rückwärtseinparken und die saubere Endposition bis zur Gesamtdauer des Parkvorgangs.

 

In fünf der sieben Disziplinen waren die Frauen den Männern überlegen. In der Gesamtnote erreichten die Frauen durchschnittlich 13,4 von 20 möglichen Punkten, die Männer 12,3.

 

Die Männer brausten in der Regel zu schnell über den Parkplatz und übersahen so manche Lücke, sie postierten das Auto vor dem Einparken nicht sauber und kamen entsprechend schlampig zum Stehen. Lediglich in zwei Kategorien waren sie den Frauen überlegen: Sie beherrschten das leichte Vorwärtseinparken besser, und insgesamt waren sie fünf Sekunden schneller.

 

Fazit der Studie: Männer parken quick and dirty, Frauen dagegen überlegt und präzise.
 





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