Sandra's Tipp:

Geflügel - richtiger Umgang - Allgemein: Bio oder nicht?

 

 

Der richtige Umgang mit Geflügel - Bio oder nicht?

 

 

Häufig taucht - so auch im letzten Ernährungstraining - die Frage auf, ob denn der Verzehr von Geflügel so gut sei, nachdem man ja weiß, dass dieses zu Lebzeiten mit Antibiotika behandelt werde.

 

So, wie unsere Kinder auf das vertrauen müssen, was wir als Eltern ihnen für richtig und falsch erklären, so müssen wir Erwachsene auch zwangsläufig auf so manches vertrauen, was uns die Lebensmittelindustrie verkaufen und erklären möchte. In der Politik ist es ja häufig so, dass die Versprechen unserer Politiker in der Wahlkampfphase später dann nicht umgesetzt werden. Dies hören, sehen und spüren wir ja dann unmittelbar nach den Wahlen. (Anm.: Sorry, diese Meldung musste sein!) Im Lebensmittelbreich müssen wir auf das vertrauen, was uns die Verpackung verspricht. Ob das, was da immer steht, auch zu Hundert Prozent stimmt, kann kein Verbraucher - außer er hat ein Lebensmittellabor zu Hause - nachprüfen. Lebensmittel müssen den Bestimmungen der DGE entsprechen und standhalten.

 

Geflügel gehört eindeutig zu jenen Lebensmitteln, die mit äußerster Sorgfalt behandelt werden sollten.

 

Achte beim Kauf auf die wichtigsten Dinge, wie:

  • Ob die Elterntiere aus Deutschland stammen,
  • die Geburt in Deutschland war,
  • die Aufzucht in Deutschland statt fand,
  • die Futtermühlen in Deutschland sind
  • und die Schlachtung in Deutschland war.

Jetzt fragst Du Dich sicherlich, woher man dass wissen oder erfahren soll.

 

Ein guter Metzger wird Dir darüber Auskunft geben. Er hat dementsprechende Zertifikate in seinem Geschäft aushängen und wenn Du Dein Geflügel im Supermarkt kaufst, dann achte darauf, dass von der DLG ein Stempel auf der Packung ist. In der Kategorie Frischfleisch prämiert die DLG regelmäßig die Produkte.

 

Was das Antibiotika angeht: Kein noch so aus guter Aufzucht stammendes Geflügel wird ohne Antibiotika aufgezogen. Davon abgesehen, werden alle Nutztiere medikamentös bis zur Schlachtung behandelt. Im Geflügelbereich ist bekannt, dass man mit Antibiotika nicht gerade zimperlich umgeht. Vielleicht hat der eine oder andere letztes Jahr den Bericht über Wiesenhof gesehen. Wenn nicht, besser so!!!

Natürlich kommt es  darauf an, woher das Geflügel stammt. Biobauern lassen "so gut es nur geht" die Finger von starken und ständigen Indikationen. 

 

Man kann nie ausschließen, dass das Fleisch, welches vor einem auf dem Teller liegt, frei von irgendwelchen Medikamentenrückständen ist. Wie schon gesagt, dazu bräuchten wir ein Labor, in welchem wir jedes Lebensmittel vor dem Verzehr testen könnten. Biofleisch ist sicherlich eine der sichersten Varianten. Doch nach den gelockerten Bestimmungen der DGE für Bio im allgemeinen, weiß man auch da nicht immer ganz genau, wie viel wirklich Bio ist. Hier gilt einfach unser Vertrauen in die Sache ansich. Wenn "geprüft DLG" auf dem Geflügel drauf steht, wenn "garantiert Bio aus deutschem Anbau" auf  Gemüse, Obst und Gedreide  steht u. u. u., dann verlassen wir uns einfach darauf. So mache ich es zumindest. Man kann sich aber auch verrückt machen und die benötigten Lebensmittel ausschließlich
im Reformhaus kaufen. Dort spaziert man dann mit 100 Euro rein und kann ganz praktisch alles in einer Tüte nach Hause tragen. Ich meine damit, dass man sich hier auch nach seiner Geldbörse zu richten hat. Eine Großfamilie mit einem nicht sehr hohen Durchschnittsverdienst kann sich den täglichen Einkauf im Bioladen wohl kaum leisten. Hin und wieder oder spezielle Dinge kann man natürlich dort erwerben.

Als ich das letzte Mal in einem Biosupermarkt war, nahm ich viele Lebensmittel unter die Lupe. Natürlich gab es auf alles eine "Biogarantie". Doch als ich wieder vor den schönen, runzellosen, ja wie gemalten Äpfel und Birnen  stand, stellte ich mir  stirnkratzend die Frage: "Ist das wirklich alles Bio, so ganz ohne Chemie oder nicht?"

Diese Früchte schienen mir vom Aussehen "so fein", dass selbst ein Würmlein sich sagt: "Dort mag ich nicht rein!". Wie es auch immer sein mag. Wenn bei Aldi, Lidl & Co. auf dem Gemüse und Obst "Bio" steht, dann vertraue ich einfach darauf. Was will man mehr tun?

 

Fazit: Denkt an obigen Stempel, fragt eueren Metzger, achtet auf Zertifikate und vertraut ein wenig auf eueren Bauch, denn: Sich ständig dieser Lebensmittel wegen verrückt zu machen, ist genauso ungesund, als ein evt. zu viel gespritzt gegessener Apfel oder ein Putenschnitzel, welches noch Rückstände von Antibiotika aufweisen könnte. Natürlich könntet Ihr bei sämtlichen Dingen, die Ihr verzehren möchtet, eine Bioressonanz machen oder machen lassen. Das ist aber ein anderes Thema!

 

Zu guter Letzt: Achte auf eine besondere Küchenhygiene beim Zubereiten von Geflügel. Dieses kann keinesfalls - so wie bei manch anderen Fleischsorten - roh verzehrt werden!

 

Euere Sandra

 





Tipp-Kategorien:
Aufgeschnappt:
Können Frauen schlechter einparken als Männer?

 ...fragt Holger Gutt

("Die Zeit" unter der Rubrik "Stimmts?" am 23.02.12)

Das Stereotyp hat es auf Buchtitel geschafft:

Frauen haben angeblich Schwierigkeiten, ein Auto sauber in eine Parklücke zu manövrieren.

 

Nun ist der Mythos genauer untersucht worden. Nicht von der Wissenschaft, sondern von einer britischen Firma, die insgesamt 700 Parkplätze betreibt.

 

Man beobachtete während eines Monats 2.500 Chauffeure beiderlei Geschlechts beim Einparken und vergab Punkte in sieben Disziplinen: von der angemessenen Geschwindigkeit bei der Parkplatzsuche über das korrekte Vorwärts- und Rückwärtseinparken und die saubere Endposition bis zur Gesamtdauer des Parkvorgangs.

 

In fünf der sieben Disziplinen waren die Frauen den Männern überlegen. In der Gesamtnote erreichten die Frauen durchschnittlich 13,4 von 20 möglichen Punkten, die Männer 12,3.

 

Die Männer brausten in der Regel zu schnell über den Parkplatz und übersahen so manche Lücke, sie postierten das Auto vor dem Einparken nicht sauber und kamen entsprechend schlampig zum Stehen. Lediglich in zwei Kategorien waren sie den Frauen überlegen: Sie beherrschten das leichte Vorwärtseinparken besser, und insgesamt waren sie fünf Sekunden schneller.

 

Fazit der Studie: Männer parken quick and dirty, Frauen dagegen überlegt und präzise.
 





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