Schulleistungen- durch Bewegung eine Note besser |
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Stillsitzen in der Schule schadet – auch dem Zeugnis. Schüler, die sich vor einem Test bewegen, verbessern ihre Leistungen um bis zu eine Note, wie eine aktuelle US-Studie zeigt.
„Die Untersuchung sollte zeigen, ob eine einzelne leichte Übungseinheit die kognitive Leistung verbessert“, erläutert Studienleiter Charles Hillman von der Universität von Illinois in Champaign. Der Forscher ließ 20 Kinder im Alter von neun Jahren Aufmerksamkeitstests absolvieren. An einem Tag pausierten die Schüler vor den Aufgaben, an einem anderen Tag gingen sie vorher 20 Minuten auf einem Laufband. Nach der Bewegung schnitten die Kinder besser ab, insbesondere bei schwierigeren Aufgaben. Gleichzeitige Untersuchungen der Hirnströme deuteten darauf hin, dass die Kinder nach dem Gehen störende Einflüsse von außen besser ausblenden konnten.
In einem zweiten Durchgang wiederholten die Forscher den Versuch, aber diesmal sollten die Kinder lesen, buchstabieren und rechnen. Nach der Bewegung erzielten sie beim Lesen bessere Leistungen, die etwa einer Schulnote entsprachen. „Damit ist der Bewegungseffekt auf die Leistung nicht nur statistisch signifikant, sondern er macht einen beträchtlicher Unterschied aus“, sagt Hillman. Im Buchstabieren und Rechnen fiel die Besserung allerdings weniger deutlich aus. Der Neurowissenschaftler führt dies darauf zurück, dass diese Übungen erst nach dem Lesen folgten. Man müsse prüfen, wie lange die leistungssteigernde Wirkung der Bewegung andauere. Angesichts der Resultate rät seine Kollegin Darla Castelli den Schulen, Kindern Möglichkeiten zur körperlichen Aktivitäten zu bieten, etwa in Form von Spielplätzen.
Auch deutsche Studien zeigten in den letzten Jahren wiederholt den Zusammenhang von motorischen Fähigkeiten und intellektueller Leistung. So hatten in einer Studie der Universität Potsdam elfjährige Schüler, die besonders gut das Gleichgewicht halten konnten, im Durchschnitt deutlich bessere Noten als ihre Klassenkameraden, die nur wenige Sekunden auf einem Bein stehen konnten.
Experten raten Schulkindern zu mindestens einer Stunde körperlicher Aktivität pro Tag. Aber 78 Prozent aller Kinder treiben nicht täglich Sport. Das zeigte eine Motorikstudie unter Leitung des Sportwissenschaftlers Klaus Bös von der Universität Karlsruhe. Auch Vorschulkinder weisen in Einschulungstests zunehmend motorische Defizite auf.
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Regelmäßig Impulse setzen
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